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Mittwoch, 27. November 2013

Die letzte Hinrichtung in Kötzting


vor 200 Jahren wurde auf dem Ludwigsberg zum allerletzten Mal eine Hinrichtung durchgeführt

Eigentlich war geplant zum Dezembertermin einen "Weihnachtsblog" zu schreiben - es gibt da ein Photo mit einer sehr frühen Abbildung eines geschmückten Weihnachtsbaumes bei einer Kötztinger Familie ..... aber es kam anders:

Der letzte Blogeintrag bzw. das Gespräch mit den Vertretern der Presse wegen des Aktenfundes und des Amtsgefängnisses  brachte von Stefan Weber von der Umschau den Hinweis, dass es ja lt. Schild auf dem Ludwigsberg heuer genau 200 Jahre her sei, dass in Kötzting die letzte Hinrichtung durchgeführt worden war, das sollte doch noch in diesem Jahr gewürdigt werden.

Richtig, da war doch was und aus meiner Erinnerung nach war es ein Harrlinger..... aber wo hatte ich davon gelesen und woher nun die Details nehmen....
Die erste Reaktion in solch einem Fall ist immer: Herrn Baumann anrufen  ....meist ergibt sich in dem Gespräch dann der erste Hinweis auf Dokumente oder Urkunden. Hier kam dann tatsächlich schon die später sich als richtig erweisende Vermutung; in der "von Paur Chronik" könnte was stehen. Trotzdem war es noch nichts Genaues und so erinnerte ich mich an einen früheren Teilnehmer unseres Lesestammtisches, der uns vor vielen Jahren bereits von dieser "letzten" Hinrichtung erzählt hatte, Hans Thanner vom Kagerhof.
Ein Telefonat genügte und Hans schickte wenige Minuten später einen Scan einer Festschrift  des Schützenfestes mit Fahnenweihe vom  22. - 25. Juni 1979  von den  D'Schatzberg - Schützen Harrling e.V."
und dort ist unter Verweis auf die oben angesprochene "von Paur Chronik" diese Hinrichtung eines Harrlingers beschrieben.
Landrichter Carl von Paur + 1873 beerdigt in Kötzting

Donnerstag, 14. November 2013

Überraschungsfund im Bauschutt des Kötztinger Amtsgerichtsgefängisses


Spuren der Massenverhaftungen der NSDAP vor 80 Jahren verweisen auf  Kötztinger Bürgersfamilien:


auch wenn ich schon oft in Archiven Akten gefunden habe, mit denen ich speziell an dieser Stelle nicht gerechnet hatte und auch wenn solche Überraschungsfunde ein wenig das Salz in der Suppe des heimatgeschichtlich Interessierten sind, so gibt es doch Funde und Fundorte, die eigentlich unglaublich sind.

Am Mittwoch dem 30.10. kam von der Bauabteilung der Stadt Bad Kötzting die Nachricht ich möge  zu Ihnen in den zweiten Stock hinaufkommen, Sie hätten etwas für mich.
Oben im Zimmer Josef Buckeleys lag auf dem zentralen Tisch eine schmutzige, staubige Transportkiste, übervoll mit Aktenmaterial, so dass sogar der Deckel halb offen stand. Beim Abbruch des Dachstuhles im - in dieser Reihenfolge - Fronfeste, Amtsgefängnis, Gesundheitsamt, Finanzamt wurden zwischen den Dachbalken und Fußbodenbrettern Reste von Aktenmaterial und einfachen fadengebundenen Bänden gefunden.

Dienstag, 12. November 2013

Ein DIA aus den 30er Jahren

Im Nachgang zu dem letzten Beitrag ist mir ein DIA im Stadtarchiv aufgefallen, dass das damals noch einsame und alleinstehende Stauneranwesen zeigt. Hier sieht man noch die alte "Westumgehung" und das damals erst in Teilen zugebaute damalige Neubaugebiet auf der Platte.
Bevor Ende der Woche dann der neue Novemberbeitrag kommt, dies hier nur noch als optische Ergänzung und es macht Spass auf dem Bild einzelne Details der neuen Bebauung zu suchen, bevor man dann langsam merkt, was da noch alles fehlt, ich sag nur Autohaus Weber, Metallbau Aschenbrenner u.s.w.
das Bild ist wie die Winterbilder, die im Hochsommer für zumindest optische Kühle sorgen sollten, vermutlich vom Kötztinger Lehrer Bock Ende der zwanziger und Anfang der dreissiger Jahre gemacht worden. Die Rechte an den Bildern befinden sich bei der Stadt Bad Kötzting,